Bautätigkeit in Südtirol – Zwischen Aufbruch und Stillstand
Die neuesten Daten des Südtiroler Landesinstituts für Statistik (ASTAT) zeigen im zweiten Quartal 2025 ein widersprüchliches Bild: +53,9 % mehr Wohnbau-Genehmigungen gegenüber dem Vorjahr, aber –66,2 % weniger fertiggestellte Wohngebäude. Während also neue Projekte zunehmend genehmigt werden, bleiben viele Baustellen im Realisierungsstau.
ASTAT-Zahlen im Überblick
Laut ASTAT (1. Halbjahr 2025) wurden Genehmigungen für 1.506 Tausend m³ Wohnraum erteilt (+1,7 % gegenüber 2024), doch die Bauabschlüsse sanken drastisch auf 502 Tausend m³ (–55,2 %). Auch im Nicht-Wohnbau zeigt sich ein Rückgang: –5,2 % bei Genehmigungen und –23 % bei Abschlüssen. Die Bautätigkeit steht somit an einem kritischen Wendepunkt.
Ursachen für den Stillstand
- Fachkräftemangel und gestiegene Baukosten
• Lieferkettenprobleme und Materialknappheit
• Verzögerte Genehmigungsverfahren
• Unsicherheit durch Zins- und Finanzierungslage
Folgen für den Immobilienmarkt
Weniger Fertigstellungen bei steigenden Genehmigungen deuten mittelfristig auf ein begrenztes Angebot hin. Dies könnte zu weiterem Preisdruck im Kauf- und Mietsegment führen, insbesondere in urbanen Lagen wie Bozen, Meran oder Brixen. Für Investoren und Bauträger bedeutet das: jetzt Chancen nutzen und Projekte beschleunigen.
Fazit
Südtirols Bautätigkeit befindet sich im Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Stillstand. Während Investitionen zunehmen, bleiben reale Baufortschritte hinter den Erwartungen zurück – mit Folgen für Angebot, Preise und Planungssicherheit.
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